Vertreter von JADE und KBV trafen sich in Berlin

Vertreter von JADE und KBV trafen sich in Berlin

Am 11.09.19 trafen sich Dr. Charlotte Hoser und Dr. Bernadett Hilbert als Vertreterinnen der JADE mit Dr. Hofmeister und Dr. Gibis von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin. Das Ziel des Treffens war ein Dialog über die hausärztliche Versorgung der Zukunft.

Rasch wurde von der KBV die Sorge geäußert, dass das Interesse der nachwachsenden Generation an einer hausärztlichen Tätigkeit in Selbstständigkeit nur gering sein könnte. Wenn sich der Anteil an angestellten Ärzten im hausärztlichen Bereich weiter erhöhe, könne sich die ambulante Arbeitswelt grundlegend verändern. Als JADE-Vertreterinnen beobachten wir allerdings ein ungebrochenes Interesse an der Tätigkeit in Selbstständigkeit. Hindernd wirken sich allerdings die Angst vor einer „100-Stunden-Woche“, sowie Ängste vor der Bürokratie als auch dem Finanziellen aus. Als Lösungsstrategie wurde diesbezüglich gemeinsam eine verpflichtende Seminarreihe zur besseren Aufklärung und Information junger Hausärzte diskutiert.

Unbestritten ist außerdem der Trend zur Arbeit in Anstellung, teilweise auch als geplante Überbrückung bis zur eigenen Selbstständigkeit. Auch hier kann die KBV fördernd und fortbildend tätig werden, um den Stand der angestellten Fachärzte zu stärken und deren Hürden auf dem Weg zur Selbstständigkeit zu verringern.

Als weiterer großer Punkt wurde die finanzielle Förderung der Ärzte in Weiterbildung diskutiert. Diese sollte aus unserer Sicht zum Zwecke der besseren Weiterbildung an eine Fortbildungsverpflichtung sowohl der Ärzte in Weiterbildung als auch der Weiterbilder geknüpft werden. An dieser Stelle könnten auch oben genannte Fortbildungen integriert werden.

Die Vertreter der JADE wie auch der KBV empfanden den Austausch als produktiv und planen künftig weitere Treffen.

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