Überregionales

Mindestens zweimal im Jahr treffen wir uns bundesweit. Einmal beim DEGAM-Kongress und ein weiteres Mal in der ersten Jahreshälfte bei unserem sogenannten überregionalen Treffen (Ü-Treffen).

Das nächste Ü-Treffen wird voraussichtlich 2019 in Heidelberg stattfinden.

 

 

Mitgliederversammlung beim DEGAM-Kongress 2018 in Innsbruck

Vom 13. bis 15.09.18 fand in Innsbruck der jährliche DEGAM-Kongress statt. Wie jedes Jahr war es wieder eine spannende, begeisternde Veranstaltung voller Austausch mit Kollegen u.a. aus Deutschland, Österreich und Südtirol.

Auch die JADE war mit einer Vorkonferenz und einem Informationsstand auf dem Kongressgelände vertreten. Am Vorabend des Kongresses fand in heiterer Runde der JADE-Abend im Stiftskeller statt. In diesem Jahr trafen wir uns gemeinsam mit den Mitgliedern der DESAM-Nachwuchsakademie. Die Vorkonferenz am 13.09.18 war geprägt durch intensive Diskussionen über die Hausarztpraxis der Zukunft. Des Weiteren wurde wie jedes Jahr der JADE-Vorstand gewählt. Pascal Nohl-Deryk (Öffentlichkeitsarbeit), Julia Friedel (Weiterbildung), Bernadett Hilbert (Regionales) und Christian Rechtenwald (Internationales) wurden in ihren Ämtern bestätigt und werden sich ein weiteres Jahr für die Belange der JADE einsetzen. Julia Fellermeier (Junge Fachärzte) stellte sich nicht zur Wiederwahl, als ihre Nachfolgerin wurde Charlotte Hoser gewählt.

Am Nachmittag des 13.09.18 wurde der Kongress festlich eröffnet. In den kommenden Tagen durften die Kongress-Teilnehmer Keynote-Lectures, Seminare, Vorträge und Poster-Vorstellungen besuchen. Das Programm war sehr vielfältig, sodass die Wahl der Veranstaltung oft schwer viel. Immer wieder wurden auch humorvolle Akzente gesetzt zum Beispiel bei den Scienceslams, bei denen die Wissenschaftler ihre Forschungsthemen mit Unterhaltungswert innerhalb einer vorgegebenen Zeit dem Publikum präsentierten. Der österreichische Hausarzt und Schriftsteller Dr. Günther Loewit zog in seiner Keynote-Lecture den Vergleich zwischen Kirche und Medizin, und sieht die Medizin sogar als eine Art "Ersatzreligion". So würden die Menschen heutzutage z.B. an den Wochenenden eher die Notaufnahmen bevölkern, wohingegen sie früher ihre Zeit in Kirchen verbracht hatten.

Der traditionelle Festabend wurde dieses Mal im Theresienbräu abgehalten. Hier wurden traditionelle österreichische Speisen serviert. Innsbruck empfing die Gäste mit strahlendem Sonnenschein und traumhafter Bergkulisse, sodass der Abschied am 15.09. schwer fiel. Die Abreise der etwa 600 Kongressteilnehmer erfolgte mit neuem Wissen und neuen Kontakten zu den allgemeinärztlichen Kollegen aus Deutschland, Österreich und Südtirol.

Ü-Treffen der JADE vom 22.-24.06.2018 in München

Spannende Diskussionen, feuriger interkollegialer Austausch, interessante Vorträge und ein Rahmenprogramm mit Lokalkolorit – das war das Ü-Treffen der JADE 2018 in München.

Insgesamt waren 36 Teilnehmer von nah und fern angereist. Besonders stark repräsentiert waren das Bundesland Bayern, aber auch die Stadt Berlin. Nach einer Vorstellungsrunde berichtete der JADE-Vorstand von den Entwicklungen des vergangenen Jahres. Im Anschluss begrüßten wir herzlich unseren ersten Gastredner Dr. Gerald Quitterer, den Präsidenten der bayerischen Landesärztekammer. Rasch entbrannte eine Diskussion zur geplanten neuen Musterweiterbildungsordnung: soll die Kompetenz von Ärzten in Weiterbildung anhand von genauen Zielzahlen oder lieber anhand von Kompetenzen bemessen werden? Ebenso zukunftsweisend erwies sich der Vortrag von Prof. Jörg Schelling, einem Gründungsmitglied der JADE in Bayern, der die anwesenden JADEs motivierte, sich weiter berufspolitisch zu engagieren. Den Abend ließen wir bei Speis und Trank in einem Restaurant der Münchner Innenstadt ausklingen. Hier wurde selbstverständlich weiter diskutiert.

 

Am Samstag- und Sonntagmorgen beschäftigten sich die Teilnehmer in einem „World Café“ mit zukunftsgerichteten Fragestellungen mit Schwerpunkt auf die zunehmende Digitalisierung in der Medizin. Unter anderem wurde diskutiert: „Wie sieht ein Tag in einer jungen Hausarztpraxis im Jahr 2030 aus?“ oder „Wie gestaltet sich das Arzt-Sein zukünftig zwischen Praxiswebseite und eigener Facebook-Fanpage?“. Die Ergebnisse sollen in Form eines Positionspapiers in naher Zukunft veröffentlicht werden. Hiernach erhielten wir von Prof. Jochen Gensichen neue Denkimpulse zum Thema „Arzt als Patient“. Wichtige Aspekte waren hierbei die Frage, warum Ärzt*innen sich schwer tun, selbst ärztliche Hilfe anzunehmen oder selbst überhaupt einen Hausarzt zu haben. Am Samstagnachmittag machte uns Dr. Marco Roos, ebenfalls Mitbegründer der JADE, auf viele Aspekte der evidenzbasierten Medizin im Vortrag „Choosing wisely“ aufmerksam. Unter anderem wurden der HIV-Selbsttest und der Nutzen von medikamentösen Antidementiva diskutiert. Im Anschluss durften wir von Prof. Antonius Schneider mehr zur „Bedeutung der Hausarztmedizin für die Versorgung in der Zukunft“ erfahren. Zum Beispiel präsentierte er uns Forschungsergebnisse zum Nutzen einer gezielten Primärversorgung in der Gesellschaft. Doch an dieser Stelle war das medizinische Programm für diesen Tag noch nicht vorbei. Die folgende Stadtführung „Pest, Cholera und Syphilis“ bot viel Interessantes zur „Seuchengeschichte“ Münchens. Am Abend war dann Entspannung im Biergarten inklusive Public Viewing des Fußballspiels Deutschland - Schweden möglich.

Alles in Allem war das Ü-Treffen wieder ein stimulierendes Wochenende.

Wir danken an dieser Stelle den Organisator*innen und auch den Münchner*innen für Ihr herzliches Willkommen!

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